Den Tag gesund und Dosha gerecht erleben

Im Ayurveda teilen wir den Tag in verschiedenen Dosha-Abschnitte auf. Zur Erinnerung, die Doshas sind die Prinzipien im Ayurveda, welche sich aus den 5 Elementen Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde erschliessen.

  • Im Vata Dosha herrschen Äther und Luft vor, es ist das Prinzip der Bewegung.
  • Das Pitta Dosha wird durch die Elemente Feuer und Wasser dominiert, und ist das Prinzip der Umwandlung.
  • Das Kapha Dosha bildet mit seiner schweren Dominanz von Wasser und Erde das Prinzip der Substanz.

Innerhalb von 24 Stunden durchlaufen wir sechs verschiedene Dosha-Phasen. Die Aufteilung soll nicht zu streng genommen werden, je nach Jahreszeit verschieben sich die Abschnitte leicht.

Vata Zeit: 2 bis 6 Uhr

Vata sorgt für einen leichten Schlaf. Falls die vorangegangene Pitta Phase optimal verlief, kann der Körper nach der nächtlichen Reinigung wieder neue Energie tanken. Ist das Vata-Dosha erhöht, wachen wir gelegentlich in dieser Phase auf. Wir können den Charakter von Vata jedoch wunderbar dazu nutzen, mit Leichtigkeit und Bewegungen vor 6 Uhr morgens aus dem Bett zu steigen.

Kapha Zeit: 6 bis 10 Uhr

Die ruhige und beständige Kapha Zeit bietet Durchhaltevermögen für Konzentrationsarbeit und Morgenroutinen. Da die Verdauungskraft von Kapha eher träge funktioniert, empfehlen wir ein warmes und leichtes Frühstück einzunehmen. Ideal ist ein warmer Getreidebrei mit gedünsteten Früchten, etwas Honig und Gewürzen, um optimal mit Nährstoffen versorgt in den Tag zu starten.

Pitta Zeit: 10 bis 14 Uhr

Ab 10 Uhr wird zum ersten Mal das Pitta Dosha aktiv. Pitta bringt eine gehörige Portion geistiger und körperlicher Energie mit sich, mit deren Hilfe wir fokussiert unsere Aufgaben vom Vormittag zu Ende bringen können. Auf körperlicher Ebene ist unser Stoffwechsel nun sehr aktiv. Weshalb die Pitta Phase die beste Zeit ist, um die Hauptmahlzeit des Tages einzunehmen. Diese sollte reichhaltig, aber dennoch nicht zu gross sein, damit unser Verdauungsfeuer optimal arbeiten kann.

Vata Zeit: 14 bis 18 Uhr

Ab 14 Uhr herrscht erneut Vata vor und bringt wieder viel frischen Wind, Energie und Bewegung mit sich. Vorausgesetzt, dass die vorherige Pitta Phase angemessen angegangen wurde und der Stoffwechsel nun nicht komplett mit der Verdauung beschäftigt ist. Grundsätzlich eignet sich diese Zeit für kreative Aufgaben, Kommunikation, Bewegung und Sport.

Kapha Zeit: 18 bis 22 Uhr

Nun wird wieder Kapha aktiv, der Stoffwechsel wird langsamer, unsere mentale Aufmerksamkeit lässt nach. Diese ruhige Phase ist gut geeignet, um den Arbeitstag abzuschliessen und zur Entspannung zu kommen. So fühlt sich Kapha am wohlsten und verleiht uns Ruhe und Ausgeglichenheit. Ähnlich wie das Frühstück sollte auch das Abendessen leicht, bekömmlich und nicht zu üppig ausfallen. Denn der Stoffwechsel läuft nicht mehr auf Hochtouren. Geniessen Sie ein frühes Abendessen mit einer warmen Gemüsesuppe und geben Sie Ihrem Magen Zeit zum Verdauen, das fördert einen gesunden Schlaf. Gehen Sie vor 22 Uhr ins Bett, die ruhige, erdende Qualität von Kapha hilft Ihnen beim Einschlafen.

Pitta Zeit: 22 bis 2 Uhr

Nach 22 Uhr kommt langsam die Pitta-Aktivität zurück. Pitta ist der Intellekt und die Transformation der Gedanken. Geben wir uns dem geistigen Feuer des Pitta hin, dann finden wir keinen Schlaf, wir sind zu aufgeweckt, denken zu viel und kommen nicht zur Ruhe. Nutzen wir jedoch das vorangegangene Kapha und fallen in einen ruhigen und erholsamen Schlaf, kann Pitta in unserem Körper wirken. Wichtige Verdauungsvorgänge können stattfinden, der Fetthaushalt wird stabilisiert, der Spiegel des Stresshormons Kortisol sinkt ab, die Gewebe werden repariert und die Körperzellen regenerieren. Der gesunde Schlaf gibt uns die Energie für einen neuen Tag zurück.

Möchten Sie mehr über die Doshas im Tagesverlauf, in den Jahreszeiten oder im gesamten Lebenszyklus erfahren, vereinbaren Sie gerne einen Termin mit unseren Ayurveda Fachpersonen.

 

Dosha-Uhr JIVITA

Unsere Pflanze des Monats: die Birke

Die Birke gilt als Symbol des wiedererwachenden Lebens. Der markante weissborkigen Stamm kann mit seiner luftgepolsterten Rinde eisiger Kälte trotzen. Steinzeitmenschen nutzten die zarte Innenrinde damals als wertvollen Kalium und Vitamin C Lieferant und überbrückten so die Nährstoff armen Wintermonate. Birkenharz gilt als ältester Kaugummi der Weltgeschichte, denn es enthält antibiotische und teilweise berauschende Substanzen. Zudem kennen wahrscheinlich viele den edeln, süsslich-milden Birkensaft. Das Anzapfen der Birken ist jedoch heutzutage nicht mehr gestattet. Denn viele stolze Birkenbäume fielen dem unsachgemässen Anzapfen zum Opfer. Ernten sie deshalb besser massvoll die Blätter der Hängebirke oder der Moorbirke. Die Erntezeit dauert von April bis Mai, zupfen Sie ein paar der Blätter vom Baum, bereiten Sie diese in dünner Schicht auf ein Leintuch aus und trockenen sie im Schatten.

Birkenblätter Tee

2 Gramm Birkenblätter in einer Tasse kochendem Wasser aufgiessen, 15 Minuten ziehen lassen und über 3 Wochen lang 3-mal täglich nach einer Mahlzeit ungesüsst geniessen regt den Stoffwechsel an, wirkt harntreibend und hilft auch bei Hautleiden.

 

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