Die mentale Gesundheit stärken, um die Schlafqualität zu verbessern und besser mit Ängsten und Sorgen umzugehen

Die aktuelle, repräsentative Studie des Forschungsinstituts Link zeigt, dass sich der Gemütszustand der Schweizer Bevölkerung im letzten Jahr deutlich verschlechtert hat. 53.1% der Befragten berichten über eine Zunahme von Ängsten und Sorgen. Die Komplementärmedizin kann helfen, die innere Balance zu finden, das Nervensystem zu beruhigen und sich selbst wahrzunehmen. Mit einfachen, natürlichen Mitteln wie ausgesuchten Heilpflanzen, Meditationsübungen und Routinen können Körper und Geist unterstützt werden, sich zu regenerieren.

UMGANG MIT ÄNGSTEN UND SORGEN

Angst und Sorge beeinflussen unser Leben. Sie können uns blockieren und daran hindern, unsere Lebenslust und unsere Kreativität zu leben. “Angst ist ein uraltes und sinnvolles Gefühl, das dazu dient, uns vor Gefahren zu schützen. Angst versetzt den Körper in „Alarmbereitschaft“: Die Muskulatur spannt sich an, das Herz schlägt schneller und die Atmung wird flacher, so dass wir zu Höchstleistungen bereit sind.” sagt Dr. med. Marisa Hübner, leitende Ärztin bei JIVITA. Viele der Ängste in unserer Gesellschaft sind jedoch nicht einfach eine Reaktion auf kurze nachvollziehbare Reize oder Situationen, sondern treten in Form von sorgenvollem Gedankenkreisen um Gesundheit, Familie, Geld oder einer generellen Ängstlichkeit auf. Diese gilt es zu durchbrechen. Mentale Übungen und ausgesuchte Heilpflanzen und Therapien können komplementärmedizinisch unterstützen.
 

3 TIPPS FÜR SIE ZU HAUSE 
Lavendel – Das ätherische Öl der Lavendelblüte kann dazu beitragen Ängste und innere Unruhe zu lindern. Eine sehr einfache Methode ist das Verdampfen einiger Tropfen Lavendel-Öl in einer Duftlampfe oder einem Diffuser. Auch eine abendliche Fussmassage mit warmem Sesamöl vermischt mit einem Tropfen Lavendelöl trägt zur körperlichen und geistigen Entspannung bei.

Atemübungen – Das Verlangsamen der Atmung ist ein starker Reiz für unser Nervensystem und gibt das Signal: „Beruhigen“. Sie werden rasch bemerken, dass schon nach ein paar langen Atemzügen der Herzschlag langsamer und Ihre Gedanken ruhiger werden.
Bei dieser Atemübung geht es im ersten Schritt darum, die Atmung bewusst wahrzunehmen. Beobachten Sie sich zwischen zwei Telefonaten oder in einem ruhigen Moment und bemerken Sie, wie Sie atmen: schnell, flach, unregelmässig? Im zweiten Schritt nehmen Sie bewusst Einfluss auf Ihren Atem. Fangen Sie an tief und langsam durch die Nase ein- und auszuatmen. Schliessen Sie möglicherweise auch die Augen und halten den Atem nach einer vollständigen Einatmung kurz an.

Positive Gedanken schaffen – Gedanken beeinflussen unsere Gefühle unmittelbar. So können Sorgen z.B. Ängste erzeugen, während positive Gedanken angenehme Gefühle wie Freude hervorbringen können. In dem Sie also Ihre Gedanken auf etwas Positives, Stärkendes richten, wird sich Ihre Gefühlswelt verändern. Dies ist der Ansatz von Affirmationen. Kurze, positive Sätze, die Sie sich im Tagesverlauf mehrfach selbst sagen z.B. „ ich bin stark“, „ich schaffe das“, „ich bin frei von Angst“.

GESUNDER SCHLAF

Für die Gesundheit ist der Schlaf einer der wichtigen Grundpfeiler. Aber gerade in schwierigen Zeiten kommt es häufiger zu Schlafschwierigkeiten. Jede*r 4. Schweizer leidet an Schlafproblemen. Dies hat nicht nur kurzfristige Folgen, sondern beeinträchtigt Gesundheit und Wohlbefinden auch langfristig. Auf Dauer haben Schlafstörungen tiefgreifende Folgen wie z.B. Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Infektanfälligkeit und Depressionen. Schlaf ist alles andere als vergeudete Zeit und keinesfalls sollte an der wertvollen Nachtruhe gespart werden. Über Nacht hat der Körper Zeit zu regenerieren, Energie zu tanken und wichtige Funktionen wie Stoffwechsel und Immunsystem neu auszurichten. Im Gehirn geschehen wichtige Reinigungsprozesse, sowie die Verarbeitung von Informationen und Eindrücken des Tages. Den Körper mental auf den Schlaf einzustimmen, ist eine wunderbare Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Zudem finden sich in der Natur verschiedene Pflanzen, die diesen Prozess unterstützen können.

3 TIPPS FÜR SIE ZU HAUSE 

Abendessen richtig planen – Schweres spätes Essen liegt nicht nur schwer im Magen, sondern stört auch den Schlaf erheblich. Planen Sie das Nachtessen spätestens 3 Stunden vor dem Zubettgehen und geniessen Sie leicht verdauliche Speisen wie warme Gemüsegerichte, Suppen und Eintöpfe.

Abschalten lernen – Die Gedanken an den bevorstehenden Arbeitstag oder ungelöste Aufgaben lassen uns abends häufig nicht zur Ruhe finden. Wichtig ist es daher eine Abendroutine zu etablieren, die Ihnen hilft den Tag loszulassen. Legen Sie Handy, Tablet und Laptop zur Seite und schalten den Fernseher ab. Geben sie mindestens eine Stunde vor dem Schlafen Körper und Geist Zeit, sich zu entspannen – mit angenehmer Musik, einem schönen Buch, ruhigen Yoga-Übungen oder einer Meditation. Wir bieten zur Zeit einen Online Einführungskurs in die Meditation und Online Yoga Lektionen.

Kräuter zur Entspannung nutzen – Die Natur hat uns reich bedacht mit Kräutern, die uns helfen auf geistiger und körperlicher Ebene in die Entspannung zu finden. Hierzu gehören beispielweise Kamille, Lavendel, und Baldrian. Diese können zum Beispiel in Form eines Schlaftees eingenommen werden. Angenehm und wirkungsvoll ist Lavendelöl, das in einer Duftlampe oder Diffusor verdampft oder als Säckchen getrockneter Lavendelblüten unter dem Kopfkissen.

 

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